Abschluss der Bauarbeiten im Rahmen der Brandheide-Sanierung Von der Alt-Deponie zum grünen Naherholungsgebiet

Die letzten Bauarbeiten auf der Alt-Deponie sind inzwischen abgeschlossen. Das gesamte Areal hat sich gewandelt – von einer ehemaligen Deponiefläche zum Naherholungsgebiet mit Aufenthaltsqualität. „Nach vielen Jahren, die Vorbereitung, Planung und das Genehmigungsverfahren in Anspruch genommen haben“, erklärt Thorsten Werth-von Kampen, stellvertretender EUV-Vorstand und zuständiger Ressortleiter beim Stadtbetrieb, „ist die Sanierung der ehemaligen Deponie Brandheide nun weitgehend abgeschlossen.“

Zum dauerhaften Schutz der von den Teerschlämmen ausgehenden Gefahren für das Grundwasser und Oberflächengewässer wurde ein Sanierungsplan nach Bundesbodenschutzgesetz erstellt und von der zuständigen Behörde für verbindlich erklärt. Das 16,4 Hektar große Areal, auf dem sich Hausmüll, Boden und Bauschutt sowie teerbehaftete Abfälle in Form sogenannter Teerschlämme aus den Jahren 1959-1972 befinden, wurde unter der Federführung des AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung seit Anfang 2018 saniert und bis zum Frühjahr 2019 zu einem Naherholungsgebiet umgestaltet.

Die Hauptsanierungsarbeiten wurden abschnittsweise durchgeführt. Auf dem Areal ist eine deutliche Entwicklung sichtbar: Das Bachbett des Mühlenbaches verläuft offen und mäandrierend über das ehemalige Deponiegelände, Brückenbauwerke führen über den Bach, neu angelegte Wegeverbindungen schlängeln sich entlang des umgestalteten Mühlenbaches und eines noch aufzuforstenden Waldgebietes. Zudem wurden zahlreiche Maßnahmen zum Gewässerschutz ergriffen – von der Trennung und Abkopplung des Sickerwassers sowie der Errichtung einer Pflanzenkläranlage, über den Einbau von Spundwänden, der Schaffung eines Retentionsraumes sowie eines Kaskadenbauwerkes, dem Bau von Tiefendrainagen bis hin zu Arbeiten am örtlichen Mühlenteich und der Optimierung des dortigen Pflanzenbestandes.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses anspruchsvolle Projekt, das der AAV seit vielen Jahren begleitet, in guter Zusammenarbeit mit dem EUV und dem Kreis Recklinghausen zu einem positiven Abschluss führen konnten“, erklärt Dr. Roland Arnz, Geschäftsführer des AAV. „Den Anliegern wird damit ein schönes Stück Natur zurückgegeben, dessen Sanierung zum großen Teil durch das Land Nordrhein-Westfalen finanziert wurde.“

„Mit dem heutigen Fest anlässlich des Abschlusses der Bauarbeiten wollen wir aufzeigen, was aus einer ehemaligen Deponiefläche werden kann – nämlich ein grünes Areal, das für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich ist“, betont EUV-Vorstand Michael Werner. „Zudem möchten wir zurückblicken auf eine gute und konstruktive Kooperation mit dem AAV, den bauausführenden Firmen, den beteiligten Gutachtern und nicht zuletzt mit den Bürgerinnen und Bürgern, die in unmittelbarer Nähe des Areals wohnen und uns konstruktiv begleitet haben.“

Ende 2019/Anfang 2020 werden noch kombinierte Rodungs- und Aufforstungsmaßnahmen an dem auf der Deponie befindlichen Waldstück zur Optimierung vorgenommen. Damit soll die Verdunstungsrate verbessert und zufließendes Sickerwasser minimiert werden. Außerdem werden auf dem Gelände eine Streuobstwiese und Gehölzstreifen angelegt. Zu guter Letzt wird auch noch die Straße Brandheide wiederhergestellt.