EUV Stadtbetrieb informiert über die Installation eines zusätzlichen Wasserzählers zur Gartenbewässerung

Was muss ich beachten, wenn ich einen zusätzlichen Wasserzähler für die Gartenbewässerung neu installieren oder einen vorhandenen Gartenzähler ersetzen möchte? Mit Beginn der Gartensaison wird diese Frage häufig gestellt. Der EUV Stadtbetrieb informiert – auch über eine bevorstehende Neuerung.

So beabsichtigt der EUV Stadtbetrieb eine Modifizierung der Entwässerungsgebührensatzung, wonach sich ab dem Jahr 2022 der Nachweis über die sogenannte Wasserschwundmenge – die Wassermenge, die der Gartenbewässerung dient und nicht in die Kanalisation eingeleitet wird – ändern wird. Diese Änderung beinhaltet, dass Anforderungen an den genutzten Wasserzähler neu festgelegt werden. Dies dient der Gebührengerechtigkeit sowie der Gebührenstabilität.

Für das laufende Jahr 2021 werden die Mitteilungen der Bürgerinnen und Bürger allerdings zunächst weiterhin entsprechend der Praxis der vergangenen Jahre bearbeitet. Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates zur Satzungsänderung sind dann ab dem Jahr 2022 folgende Punkte zu berücksichtig

  • Der feste Einbau und die Eichung des Gartenwasserzählers sind ab 2022 Pflicht. Das bedeutet: Die auf dem Grundstück nachweisbar verbrauchte und zurückgehaltene Wassermenge, die nicht in die gemeindliche Abwasseranlage eingeleitet wird (sogenannte Wasserschwundmenge), muss von einem messrichtig funktionierenden Wasserzähler, der vor der Zapfstelle fest verbaut und geeicht ist, erfasst werden.
  • Zugelassen ist grundsätzlich jeder Wasserzähler mit einer Konformitätserklärung des Herstellers.
  • Der Wasserzähler muss auf Kosten der/des Gebührenpflichtigen fachgerecht, zum Beispiel durch einen Installateur, eingebaut werden. Der Was-serzähler ist in Anlehnung an das Mess- und Eichrecht (MessEG, Mess- und EichVO) alle sechs Jahre neu zu eichen oder durch einen neuen geeichten Wasserzähler zu ersetzen.
  • Über den Wasserzähler wird nur das verbrauchte Frischwasser erfasst, das der Kanalisation nicht zugeführt werden kann, also Gießwasser oder Wasser zum Ausgleich von Verdunstungsmengen bei Gartenteichen. Die Verwendung des Wassers zur Fahrzeugwäsche oder zur Befüllung eines Pools ist unzulässig.
  • Der Einbau sowie die Eichung beziehungsweise der Austausch des Wasserzählers sind mit Kosten verbunden. Daher ist es ratsam, vorher zu prüfen, ob der Aufwand und die Einsparung bei der Schmutzwassergebühr in einem angemessenen Verhältnis stehen oder ob es gegebenenfalls kos-tengünstiger ist, Regenwasser zur Gartenbewässerung zu nutzen

Wird ein geeichter Gartenwasserzähler installiert und die Wasserschwundmengen somit berücksichtigt, so bittet der EUV Stadtbetrieb um folgende Unterlagen:

  • Wenn ein Wasserzähler für die Gartenbewässerung eingebaut wird, muss dies schriftlich dem Ressort Grundbesitzabgaben des EUV Stadtbetriebs mitgeteilt werden. Hierfür ist das Formular „Zählerstandsmeldung zur Berück-sichtigung von Wasserschwundmengen“ auszufüllen und per Mail an gba@euv-stadtbetrieb.de, per Fax an 02305 / 9686-889 oder per Post an EUV Stadtbetrieb Castrop-Rauxel, Ressort Grundbesitzabgaben, Westring 215, 44575 Castrop-Rauxel zu senden. Die Konformitätserklärung des Herstellers für die Wasseruhr muss beigefügt werden.
  • Zur Prüfung der Eignung und zur Dokumentation benötigt der EUV Stadtbetrieb zudem Fotos des Wasserzählers. Fotos über Zählerstand und -nummer, Einbauort, Eichung oder CE-Kennzeichen und der Zapfstelle können gerne per Mail an gba@euv-stadtbetrieb.de eingereicht werden. Der EUV wird die Installation und Funktion des Wasserzählers stichprobenartig prüfen.
  • Nach Ende der Gießperiode ist dem Ressort Grundbesitzabgaben jährlich der aktuelle Zählerstand schriftlich – gerne auch per E-Mail – mitzuteilen. Die Be-rücksichtigung der Wasserabzugsmenge bei der Schmutzwassergebühr erfolgt zeitnah.
  • Wenn die Wassermengen im Jahresbescheid berücksichtigt werden sollen, muss der Zählerstand des Wasserzählers dann jedes Jahr bis Ende November schriftlich dem Ressort Grundbesitzabgaben gemeldet werden, sodass der Verbrauch bei der Schmutzwassergebühr in Abzug gebracht werden kann. Ansonsten muss der Zählerstand gemäß Gebührensatzung über die Entwässerung bis zum 31. März des darauffolgenden Jahres schriftlich mitgeteilt werden.

Für das Jahr 2021 reicht es noch aus, wenn die verbrauchte Wassermenge, die der öffentlichen Abwasseranlage nicht zugeführt wurde, durch eine zuverlässige Mess- oder Zähleinrichtung erfasst und dem EUV nachgewiesen werden kann. Die Gebührenzahler, die bereits eine Gartenwasseruhr angemeldet haben, werden vom EUV Stadtbetrieb schriftlich über die geplante Satzungsänderung informiert.